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Interview zur strategischen Kooperation zwischen der MGG und der Alexianer GmbH

August 11, 2021

Wir freuen uns über unsere strategische Kooperation mit den Alexianern!

Wer sind die Alexianer?

Die Alexianer GmbH betreibt bundesweit Krankenhäuser, Einrichtungen der Seniorenhilfe, Eingliederungshilfe und Jugendhilfe, Gesundheitsförderungseinrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen und Integrationsbetriebe und bietet ambulante Versorgungs-​ und Pflegeangebote an. 

Tradition und Moderne Hand in Hand!

Neben höchsten medizinischen Standards in allen Abteilungen legen wir großen Wert auf unsere Tradition als Alexianer. In unserem christlichen Menschenbild verstehen wir unsere Arbeit als gelebte Nächstenliebe. Deshalb steht im Mittelpunkt unseres Tuns immer das Wohlergehen des einzelnen Menschen. Psychiatrische Fachkliniken für jede Lebensphase, Eingliederungshilfe, Seniorenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Pflegeangebote – die Alexianer sind in ihrer mehr als 800 Jahre alten Geschichte immer um viele wichtige Bereiche gewachsen und verstehen sich heute als moderner Gesundheitsanbieter aus guter Tradition! 

Im Gespräch stellt Jan-Bernd Veldscholten, Referent der Personalentwicklung, die Arbeit der Alexianer vor und erzählt von seinen Erwartungen und seinen Wünschen an die strategische Kooperation mit der Meine Gesundheit-Genossenschaft eG (MGG):

1. Bitte stellen Sie sich und die Arbeit der Alexianer kurz vor.

Mein Name ist Jan-Bernd Veldscholten, ich bin Diplom-Pädagoge und mittlerweile seit knapp 10 Jahren in unterschiedlichen Funktionen für die Alexianer tätig. Wenn ich von den Alexianern spreche, dann meine ich eines der größten katholischen Gesundheitsunternehmen deutschlandweit, mit etwa 26.000 MitarbeiterInnen. In elf Regionen in sechs Bundesländern betreiben wir Krankenhäuser, medizinische Versorgungszentren und Einrichtungen der Senioren-​, Eingliederungs-​ und Jugendhilfe, sind damit im Sozial- und Gesundheitswesen sehr vielfältig aufgestellt. Die Einrichtungen der Alexianer sind starke regionale Anbieter, die ihre Leistungen an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausrichten. Die Alexianer GmbH mit Sitz in Münster ist das gemeinsame Dach, die Holding der Unternehmensgruppe. Hier werden strategische Aufgaben für den gesamten Verbund wahrgenommen und die Geschäftsbereiche der Gruppe weiterentwickelt. Ich selbst bin in der Holding im Bereich Personalentwicklung tätig. Dabei fokussiere ich mich im Speziellen auf Projekte rund um Personalakquise, -beratung, -entwicklung und -bindung von Nachwuchskräften, mit dem Ziel, dem viel zitierten Fachkräftemangel – insbesondere in der Pflege – dadurch entgegenzuwirken, dass wir unsere Fachkräfte selbst ausbilden.

2. Inwiefern entspricht die Zusammenarbeit mit der MGG den Werten der Alexianer? Wo liegen Schnittstellen, wo Ergänzungen?

Wir stehen Menschen zur Seite, die oft am Rande der Gesellschaft stehen und wenig bis keine Hilfe erfahren. Geprägt durch das christliche Menschenbild möchten wir allen Menschen, die sich uns anvertrauen, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten, ihre Ressourcen stärken und gezielt fördern. Wir begegnen allen Menschen mit Wertschätzung, Fürsorge und Achtsamkeit. Durch fachliche Spezialisierungen und die Bildung von Schwerpunkten können wir konkret auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner oder Klientinnen und Klienten eingehen. Um unsere Haltung und unsere Leitlinien regelmäßig zu reflektieren und diese Werte im Arbeitsalltag auch tatsächlich zu leben, setzen wir uns kontinuierlich und intensiv mit diesen zentralen Fragestellungen auseinander.

Der einzelne Mensch steht auch bei der MGG im Mittelpunkt, dem mit Wertschätzung, Freundlichkeit und zugewandter Haltung begegnet wird. Besonders spannend finde ich das Sozialprojekt Helden gesucht mit seinem modularen Aufbau, der es ermöglicht, individuell und passgenau auf die vorhandenen Kompetenzen, auf die Wünsche und Bedürfnisse der TeilnehmerInnen eingehen zu können. Auch hier haben wir es ja mit Menschen zu tun, die auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise einen schweren Stand haben und vielmehr gezieltere Unterstützung benötigen als „Maßnahmen von der Stange“. Die in den Modulen behandelten Themen wie Achtsamkeit, Stabilisierung der eigenen Gesundheit sowie Förderung von Sozialkompetenzen decken sich zudem auch mit den übergeordneten Themen, die wir im Bereich unserer Personalentwicklung behandeln. Ergänzend kommt nun für uns das Angebot der MGG gezielter berufsvorbereitender Einstiegsqualifizierungen hinzu, insbesondere für diejenigen TeilnehmerInnen, die gerne in der Pflege tätig sein möchten und die wir als potenzieller, zukünftiger Arbeitgeber auf ihrem Weg gemeinsam mit der MGG begleiten können.

3. Welche Erwartungen haben Sie an die Zusammenarbeit und welche Chancen sehen Sie?

Es geht bei unserer Zusammenarbeit eigentlich weniger um Erwartungen und Verbindlichkeiten, was letztlich auch den Druck nimmt für beide Seiten, Ergebnisse zu einem Stichtag X liefern zu müssen. Ich sehe hier aber sehr gute Chancen, die für uns teilweise „neue“ Zielgruppe der Erwerbslosen nochmal konkreter und individueller anzusprechen. Die große Chance liegt insbesondere darin, diejenigen TeilnehmerInnen, die grundlegendes Interesse an einer Tätigkeit in der Pflege mitbringen, schon während ihrer Teilnahme an den unterschiedlichen Modulen inhaltlich abzuholen, weiter für die Pflege zu begeistern und für die unterschiedlichen Einstiegsmöglichkeiten in der Pflege vorzubereiten. Frühe und aktive Beteiligung z.B. von Ausbildungs- und/oder Pflegebotschaftern können hier genauso als feste Programmpunkte der MGG Matching-Module etabliert werden wie Betriebsbesichtigungen und Gesundheitserlebnis-Events auf unserem Campus in Münster.

4. Welchen Bedarf deckt die Kooperation ab?

Wir sind im Sozial- und Gesundheitswesen fachlich und inhaltlich sehr breit aufgestellt und können gerade im Bereich Pflege sehr viele unterschiedliche Tätigkeiten anbieten, an unterschiedlichen Standorten und in unterschiedlichen Fachbereichen. Wir sind ein großer Verbund und bieten zudem die Möglichkeit, verbundsintern den Arbeitsplatz zu wechseln, falls die eigenen Kompetenzen in einer anderen Einrichtung mal besser ankommen oder die Partnerin oder der Partner einen anderen Job annimmt und man „mitziehen“ möchte. Ob freie Stellen für Pflegefachkräfte, PflegefachassistentInnen und ungelernte PflegehelferInnen oder freie Ausbildungsplätze sowie Einsatzmöglichkeiten im FSJ und im Bundesfreiwilligendienst. Möglichkeiten des beruflichen Einstiegs gibt es bei uns immer. So bieten wir allein in unserer Region Münster ca. 150 Ausbildungsplätze jährlich in unserer Pflegeschule und ca. 100 Plätze für ein FSJ oder einen Bundesfreiwilligendienst. Neben unseren Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege sowie im sozialen Bereich sind bei uns aber auch viele weitere Ausbildungsberufe möglich, die man grundsätzlich vermutlich erst mal nicht mit den Alexianern in Verbindung bringt. In unserem Inklusionshotel bieten wir ebenso Ausbildungsplätze wie in unserer Verwaltung oder unserer IT. Gleiches gilt für unsere Küche, unsere Bäckerei, unsere Tischlerei sowie viele weitere Einrichtungen in unserem Verbund.

5. Welches Ziel verfolgt die Kooperation in der Gesamtperspektive strategisch?

Die Zusammenarbeit hat das gemeinsame Ziel dem Fachkräfte- und Nachwuchskräftemangel in der Pflege, durch berufsvorbereitende Maßnahmen und das Netzwerk der MGG und der Alexianer qualifiziert entgegenzuwirken. Neben unseren bereits vorhandenen Kooperationen mit Schulen und Hochschulen sowie zahlreichen Projekten aus den Bereichen Personalrecruiting und Personalentwicklung bedeutet die Kooperation mit der MGG für uns eine innovative Ergänzung, potenzielle Nachwuchskräfte und langfristig Fachkräfte für die Pflege zu begeistern.

Wir bedanken uns herzlich bei Jan-Bernd Veldscholten für das aufschlussreiche Gespräch und sehen einer spannenden Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und gewinnbringenden Synergien beider Seiten positiv entgegen.

Infos zu den Alexianern unter
www.alexianer.de

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